Aktuelles Intern Kontakt Impressum Anmeldung
 
 
Einleitung
Institut
Vorstand des Institutes
FunktionsträgerInnen
des Institutes
Ausschüsse / Kommissionen
Mitglieder
Ehrenmitglieder / Mitglieder
AusbildungskandidatInnen
Lehr- und KontrollanalytikerInnen, LehrtherapeutInnen und SupervisorInnen
Ausbildung
Vertiefte Ausbildung / Semesterprogramm
Pflichtveranstaltungen
Wahlveranstaltungen
Termine Basiscurriculum
Erstinterview- und DPV-Seminare
Technisch-kasuistische Seminare
neu KJP-Veranstaltungen
Weitere Veranstaltungen
Gebührenordnung
Ambulanz / Termine
Erwachsene
Kinder- und Jugendliche
Information
Fachbereich AP
Fachbereich TFP
Fachbereich KJP
Fachbereich HFPA
Ambulanz / Erwachsene
Ambulanz / Kinder- und Jugendliche
KandidatInnensprecherInnen
Weiterführende Links
 
 
Information    Fachbereich „Hochfrequente Psychoanalyse”

Ein aktueller Bericht über die Situation und jüngste Aktivitäten gehen der Information über Struktur, Bedeutung und Ziele des Fachbereiches voran. Wiederum müssen wir den Tod eines Mitgliedes betrauern. Brigitte Thomä verstarb am 12. Juni 2016 im Alter von 90 Jahren im Kreise ihrer Familie. Die Mitgliedschaft gedachte ihrer auf der letzten Mitgliederversammlung.
Im Rahmen des Procedere zur Erlangung der Befähigung zur Beauftragung mit Lehranalysen bei der DPV hatten wir zwei sehr interessante Diskussionsabende. So stellte sich Axel Holicki am 13. September 2016 mit seiner Arbeit unter dem vorläufigen Titel: „Eine ganz normale Psychoanalyse?“ den kritischen Fragen und Diskussionen der Mitglieder. Es ergaben sich Anregungen für die Weiterentwicklung der Arbeit, die er inzwischen erfolgreich in Heidelberg vorgestellt hat. Die Mitglieder unserer DPV-Gruppe kamen einstimmig zu dem Schluss, dass wir Axel Holicki für die Übernahme der Lehranalytikerfunktion der DPV empfehlen und dass wir uns, aufbauend auf diese Funktion, auf eine weitere Vertiefung seiner Mitarbeit und seiner Supervisionstätigkeit an unserem Institut sehr freuen.
Am 14. September 2016 stellte Karin Nommel aus Gießen ihre Arbeit unter dem Titel „Am Ausgangstor des Paradieses – Vom behandlungstechnischen Umgang mit der Zeit in der hochfrequenten Behandlung früh gestörter Patienten“ vor. Aus ihren Erfahrungen heraus entwickelte Karin Nommel ihre behandlungskonzeptionelle These, dass es über einen ausreichend langen Zeitraum ratsam sei, mit dem Patienten die „Illusion des Paradieses“ zu teilen, während der Analytiker gleichzeitig das innere Chaos der inneren Welt des Patienten – „das Nicht-Paradiesische“, diese mittels projektiver Identifizierung abgegebenen heftigen negativen Gefühle und Körperempfindungen – als Gegenübertragungsgeschehen bzw. -symptome aufnimmt, bewahrt und für sich deutet. In dieser Phase, einer gewissen Zeit „ungetrübter Zweisamkeit“ kann der Patient Vertrauen und Ich-Stärke aufbauen. Es entwickelte sich eine lebhafte und konstruktive Diskussion, die von allen Beteiligten leidenschaftlich geführt wurde. Karin Nommel trug ihre Überlegungen mit Souveränität vor; sie war immer nahe bei ihrem Fall, vermochte sich zugleich aber auch zu lösen, kritische Voten nachdenklich aufzunehmen und in ihre konzeptionellen Überlegungen mit einzubeziehen. In der Abstimmung befürworteten alle anwesenden DPV-Mitglieder ihren Antrag. Inzwischen wurde in Bad Homburg positiv über die Beauftragung entschieden. Wir gratulieren ihr ganz herzlich. In ihrem Brief vom 21. Oktober 2016 schreibt sie unter anderem: „Ich danke Ihnen allen daher ganz herzlich für den Abend, und die einstimmige Annahme ist natürlich wunderbar. Trotz des Prüfungscharakters, der da sein sollte und auch da war, werde ich den Abend in sehr angenehmer Erinnerung behalten. Wenn Sie das an Ihre Kolleginnen und Kollegen weitergeben, fände ich das schön und bedanke mich dafür.“
Wir werden ja die Gießener Kollegen bald wiedersehen, denn für den 23./24. Juni 2017 haben wir uns erneut, diesmal in Leipzig, zur gemeinsamen Fallarbeit verabredet.
Nicht vergessen möchte ich unseren ersten Gast in diesem Jahr – Dorothee von Tippelskirch-Eissing aus Berlin (s. a. ihren Vortrag auf der Tagung: „Wie politisch ist die Psychoanalyse heute?“, abgedruckt im letzten Semesterheft), die diesmal zum Thema „Die Andersheit des Anderen – Die schmerzliche Erfahrung der Differenz im Rahmen einer psychoanalytischen Behandlung“ vorgetragen hat. Sie gab uns dabei einen offenen und anschaulichen Einblick in ihre eindrucksvolle klinische Arbeitsweise.
Es besteht ein enger kooperativer und freundschaftlicher Kontakt zum Berliner Institut. Auch in diesem Semester erwarten wir wiederum Gastvorträge von Kollegen aus Berlin. Die Supervisionsgruppe mit Bernd Nissen hat sich inzwischen fest etabliert und trifft sich wenigstens zweimal im Jahr. Hinweisen möchte ich noch auf die Frühjahrstagung in Ulm, die unter dem Thema „Brüche und Brücken“ stehen wird und die die aktuelle Thematik von Bad Homburg aufgreift und weiterführen wird. Wir dürfen gespannt sein.
Für diejenigen, welche den Fachbereich noch nicht kennen, folgen einige allgemeine Informationen. Der Fachbereich „Hochfrequente Psychoanalyse“ des SPP ist zugleich eine seit 2008 anerkannte Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) mit allen Rechten und Pflichten dieser analytischen Fachgesellschaft. Die DPV (www.dpv-psa.de) wurde 1950 als Vereinigung mit dem Ziel gegründet, wieder Anschluss an die internationale Psychoanalyse zu finden, nachdem die Nationalsozialisten die deutsche Psychoanalyse teils vereinnahmt, teils zerschlagen hatten. Heute gehören ihr fast 1100 Mitglieder an. Außerdem befinden sich etwa 300 Teilnehmer in der Ausbildung zum Erwachsenenanalytiker. Somit ist die DPV mittlerweile eine der größten nationalen Gesellschaften innerhalb der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Zweimal jährlich finden große Tagungen mit führenden nationalen und internationalen Vertretern unseres Faches statt.
Der Fachbereich organisiert den Ausbildungsgang „Psychoanalytiker nach den Richtlinien der DPV/IPA“ und betreut die DPV- KandidatInnen, die in technisch-kasuistischen Seminaren des Fachbereiches ihre vierstündigen Fälle vorstellen können. In speziellen, regelmäßig stattfindenden Seminaren werden theoretische und praktische Probleme der hochfrequenten Psychoanalyse diskutiert.
Für KandidatInnen der DPV-Ausbildung ist es möglich, über unsere Stiftung finanzielle Unterstützung zu beantragen.
Zur Zeit befinden sich fünf KandidatInnen in der regulären DPV-Ausbildung. Zu Fragen der Ausbildung, die zum Erwerb der Mitgliedschaft in der DPV führt, geben die Mitglieder des örtlichen Ausbildungsausschusses (öAA) Interessenten gern Auskunft.
Aus unserer kleinen Gruppe sind zwei Mitstreiter im Geschäftsführenden Vorstand der DPV, Maria Johne in der Funktion der stellvertretenden Vorsitzenden und Jörg Weidenhammer in der Funktion des Schatzmeisters.
Geleitet wird die Arbeitsgemeinschaft von Arndt Ludwig. Den Vorsitz des örtlichen Ausbildungsausschusses hat Brigitte Trimper inne. Ihr Stellvertreter ist Jochen Schade. Brigitte Trimper und Arndt Ludwig sind durch ihre Funktionen gleichzeitig Mitglieder im Gesamtvorstand der DPV. Oliver Krauß ist am Projekt Psychoanalytische Sozial- und Kulturtheorie beteiligt. Kai von Klitzing ist der Vertreter des Fachbereiches in der Hochschul- und Forschungskommission. Dagmar Völker vertritt unsere Interessen in der Fortbildungskommission. Margitta Wonneberger arbeitet, neben ihrer Funktion im Vorstand der ostdeutschen Psychotherapeutenkammer, auch in der Kommission Gesundheits- und Berufspolitik der DPV mit. Außerdem vertritt Kai von Klitzing die Interessen des Institutes im IPT.
Arndt Ludwig vertritt die Auffassungen des Institutes im Arbeitskreis „Tiefenpsychologische Psychotherapie in der DGPT“, der sich mehrmals im Jahr trifft.
Allen sage ich Dank für die gute Zusammenarbeit und das große Engagement. Auch für das kommende Semester wünsche ich mir wieder ein offenes, konstruktives und gelingendes Miteinander.

Arndt Ludwig
Sprecher des Fachbereiches

 
© WEB PRO MEDICO 2005-2017 Letzte Aktualisierung dieser Seite am 26.06.2016